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The Épreuve

Eine Balkan-Trilogie mit zwei echten Ausdauersportlern.

Die extremsten Ausdauerrennen, das größte Leiden und außergewöhnliche Leistungen finden heute längst nicht mehr nur auf der WorldTour statt. Die Ultra-Langstrecke mag wie eine neue Disziplin wirken, die erst in den vergangenen Jahren größere Aufmerksamkeit erhalten hat, doch ihr Geist reicht jedoch zurück bis in die Anfänge des Radsports. Seit die ersten Fahrräder mit Gummireifen unterwegs waren, stellen wir uns dieselbe Frage: Wie weit? Wie schnell? Aus der épreuve – dem französischen Wort für „Prüfung“ – entstanden jene waghalsigen Touren, die später als Radmarathons oder Audax bekannt wurden. Die Brevet-Karte war der offizielle Nachweis dieser Leistung und zeichnete alle frühen Pioniere aus, die diese langen Distanzen bewältigten.

Um die neue Kollektion Brevet für die Saison 2026 an ihre Grenzen zu bringen und den ursprünglichen Geist dieses Sports wiederzufinden, muss man bekannte Routen und vertraute Komfortzonen hinter sich lassen und in Regionen eintauchen, die für viele noch Neuland sind. Eine Welt zwischen Neugier und Abenteuer: Man weiß genau, wo man ist, aber nie, wohin einen die Straße führt.

Auf dem letzten Streckenabschnitt des diesjährigen Transcontinental Race machten sich die Sieger von 2025, Jana Kesenheimer und Victor Bosoni, auf den Weg von Serbien nach Albanien. Die Reise war gleichermaßen Vorbereitung und Odyssee, getragen von der Suche nach jener Freiheit, die nur fernab der Zivilisation und mitten in der Anstrengung entsteht.

Zwischen Bären, Brot und beißender Kälte: Ein Sommerauftakt bei Minusgraden.

Der erste Tag hatte etwas Surreales. "Eigentlich wollten wir das neue Sommer-Outfit testen, doch plötzlich verwandelte sich der Anstieg vor uns von einzelnen grünen Stellen in ein regelrechtes Schneefeld", erzählt Jana.

"Ich hatte auf den Moment gewartet, an dem wir die Schneelinie erreichen würden", ergänzt Victor. "Ab da begann das Abenteuer erst richtig. Nur hatte ich nicht damit gerechnet, dass die Strecke so unfahrbar sein würde. Oben auf dem Pass mussten wir die Räder lange Zeit durch tiefen Schnee schieben. Da haben Jana und ich uns nur angesehen und gemerkt: Das wird ein ziemlich verrückter Tag."

Galgenhumor wurde schnell zur wichtigsten Überlebensstrategie. Es hat eine ganz eigene Absurdität, ein Rad in einem leichten, dünnen Trikot durch eiskaltes Schmelzwasser zu schieben und dabei zu hoffen – halb im Scherz, halb im Ernst –, dass die Bären der Gegend noch Winterschlaf halten.

„Als wir schließlich eine Ortschaft erreichten, suchten wir verzweifelt nach etwas zu essen, und vor allem nach einem Ort, an dem wir uns aufwärmen konnten. Die Abfahrt war eisig gewesen; unsere Hände waren wie eingefroren und wir spürten sie kaum noch. Dabei hatten wir gerade einmal rund 60 Kilometer geschafft und noch nicht einmal die Hälfte des Tages hinter uns.“ Auch kulinarisch setzte das erste Mittagessen direkt Maßstäbe für die kommenden Tage: Victor bekam ein Stück Brot serviert, gefüllt mit Öl und Käse und ungefähr so groß wie sein Kopf. Die ideale Ernährung für lange Distanzen lässt sich oft auf drei Dinge reduzieren: schnell, unkompliziert und kohlenhydratreich.

Als sie wieder hinaus in den serbischen Schneematsch rollten, dachte Victor über die Realität des Brevet-Fahrens nach; dort, wo man Navigator, Mechaniker und Motor in einer Person ist. "Beim Training für lange Distanzen geht es am Ende immer um Kontrolle. Es ist deutlich abenteuerlicher, auch weil man ständig mit den eigenen Fehlern konfrontiert wird." Wer in dieser Welt bestehen will, muss lernen, sich auf niemanden außer sich selbst zu verlassen.

Gravel, „Schlamm“ und Mitternachtssonne: Ein Härtetest für Sichtbarkeit in Montenegro.

Als das erfahrene Langstrecken-Duo die Grenze nach Montenegro überquerte, änderte sich endlich das Wetter und brachte genau die wärmeren Bedingungen, für die die Kollektion Brevet konzipiert wurde. "Endlich keine Jacken mehr! Zum ersten Mal konnten wir einfach das Bikepacking unter guten Bedingungen genießen", erzählt Victor. "In meine Flaschen kam weiterhin noch Maltodextrin, damit ich genau wie bei Ultra-Langstreckenrennen den ganzen Tag über konstant Energie habe. Das funktioniert für mich sehr gut und selbst außerhalb von Rennen hätte es keinen Sinn ergeben, mitten im Nirgendwo mit leerem Tank dazustehen."

Abgesehen von einer Flasche voller Zucker entdeckten sie in einer einsamen Berghütte auch den Geschmack des Balkan-Bikepackings: eine kompakte Mischung aus heißem Maismehl, Käse und Honig, von Jana Kesenheimer schlicht „Schlamm“ getauft.

Mit der ersten echten Nachtfahrt zeigte sich an diesem Tag auch die mentale Dimension der Ultra-Langstrecke. Nach stundenlangem Abenteuer-Gravel fühlte sich der Wechsel auf leeren Asphaltstraßen unter dem warmen Abendhimmel fast wie eine surreale Belohnung an. "Die Landschaft war atemberaubend", schwärmt Victor Bosoni. "Diese Straße blieb mir besonders im Kopf: wie ein Band zog sie sich durch die Landschaft, leicht rau, aber perfekt zu fahren und menschenleer. Einfach pures Glück. Genau dieses Gefühl suche ich immer auf dem Rad." Auf dem Weg Richtung albanische Grenze sorgten die eingearbeiteten, hoch sichtbaren Details ihrer Ausdauerbekleidung dabei, auf den kurvigen Straßen auch nach Einbruch der Dunkelheit sichtbar zu bleiben.

"Jana hat mich enorm beeindruckt: Wir sind auf den flachen Straßen richtig schnell gefahren, um die albanische Grenze möglichst schnell zu erreichen, und sie hat das komplett selbstverständlich mitgetragen. Da wurde mir sofort klar, warum sie aktuell die beste Ultra-Langstreckenfahrerin der Welt ist." Die gemeinsame Reise gab den beiden Ausnahmeathleten die seltene Gelegenheit, voneinander zu lernen. "Sie hat mir viel voraus, vor allem ihre Effizienz auf dem Rad und wie konsequent sie ohne Pausen fährt", verrät Victor Bosoni. Kaum eine andere Disziplin zeigt so deutlich wie das Langstreckenfahren, wie nah Männer und Frauen leistungsmäßig beieinanderliegen.

Das tägliche Waschbecken-Ritual: Kleine Erfolge im Hotelbad.

„Der erste Tag in Albanien war wie eine Offenbarung“, erinnert sich Jana. „Das Gras wirkte grüner und auf den Gipfeln lag noch immer der letzte Schnee des Winters. Nach sieben Stunden im Sattel erreichten wir einen steilen Gravel-Anstieg, genau als die Sonne langsam unterging. Die Luft war staubig, das Licht fast unwirklich; und für einen Moment hielten wir einfach an, um alles auf uns wirken zu lassen.“

Mit den wärmeren Temperaturen veränderte sich auch Viktors Wahrnehmung der Landschaft. "Ich sagte zu Jana, dass es nach Süden riecht", erzählt er. „Pinien, trockene Luft und ein Hauch von Meer – so würden wir das in Frankreich beschreiben.“ Die Fahrt weckte Erinnerungen, als sie unterwegs auf die Organisatoren des TCR trafen. "Wir begegneten Andrew und Hannah. Sie empfahlen uns die King-Zog-Brücke, eine verlassene, teilweise eingestürzte Brücke, die sich wie Wellen durch die Landschaft zieht. Das brachte mich zum Lächeln, weil ich beim TCR fast das Rennen verloren hätte, als Andrew mich im letzten Moment davon abhielt, eine Brücke zu überqueren." Für Victor wurde diese Rückkehr zu einer neuen Erfahrung: "Erst wenn man sich Zeit nimmt, merkt man, wie viel einem sonst entgeht, vor allem verglichen mit dem Druck und dem kompromisslosen Tempo eines Rennens."

Mit den langen Tagen im Sattel fand Jana immer stärker in jene Routinen, die auf der Langstrecke entscheidend für den Komfort und Wohlbefinden werden. Jeden Abend stand zuerst die Wäsche im Waschbecken an, besonders wichtig bei Trägerhosen, die schnell zu Hautirritationen führen können, wenn sie nicht sauber sind. Gerade bei langen Distanzen machen leichte, schnelltrocknende Materialien den entscheidenden Unterschied.

Radfahren ist der beste Eisbrecher überhaupt.

„In dem Dorf, in dem wir übernachtet haben, kannte uns am nächsten Morgen schon jeder.“ Jana muss dabei lächeln. "Wir hielten in Lezhë an, um etwas zu essen", erinnert sich Victor. "Ich bekam in einer Bar richtig gute kleine Würstchen serviert. Der Besitzer war unglaublich freundlich und verständigte sich auf Englisch über einen Freund am Telefon mit uns. Ziemlich viele Umwege für eine Bestellung mit Würstchen und Cola, aber genau solche Momente machen diese Reisen so unvergesslich." Spätestens jetzt begann die albanische Gastfreundschaft einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Mit ihren beladenen Rädern und den Brevet-Lenkern zogen sie viele neugierige Blicke auf sich, als sie zu einem weiteren sonnigen Tag aufbrachen. Mit den dortigen Kindern fanden sie schnell einen gemeinsamen Nenner: Radrennen über den Dorfplatz. Es war eine Erinnerung daran, wie leicht das Fahrrad selbst in den entlegensten Gegenden Menschen zusammenbringt.

Als sie den Asphalt hinter sich ließen und wieder auf den rauen Schotterstraßen unterwegs waren, erreichten sie einen Gipfel in völliger Dunkelheit. Die Nacht war mild, der Himmel wolkenlos und verlassene Hütten boten ideale Bedingungen für ein Biwak. Es war ein ruhiger Abend auf beeindruckenden, rauen und menschenleeren Straßen; nur hin und wieder unterbrochen von Albaniens scheinbar omnipräsenter Ikone: makellos gepflegten Mercedes-Modellen aus der Bruno-Sacco-Ära.

Gegen Mittag entdeckten wir dann einen kleinen Dorfladen, in dem es scheinbar alles gab, was man unterwegs brauchen könnte, und belohnten uns mit dem größten Eis, das es gab.

– Jana Kesenheimer

Tränen, Tunnel und die heilende Kraft von Eis.

Der finale Tag begann mit einem Sonnenaufgang bei kalter Morgenluft und einer endlosen Reihe von Tunneln. "Der letzte Tag ist immer der schwerste; denn dann setzt langsam die Nostalgie ein", fasst es Victor zusammen. "Man versucht, jeden Moment festzuhalten und alles noch intensiver zu erleben, fast als würde die Zeit bereits beginnen zu entgleiten."

Mit hunderten Kilometern in den Beinen und tausenden Höhenmetern auf den unbarmherzigen Straßen des Balkans hatte die Reise begonnen, ihre Spuren zu hinterlassen. Hier wurden jene Widerstandskraft, Leidensfähigkeit und psychologischen Strategien sichtbar, die Jana und Victor an die Spitze von Ultra-Langstreckenrennen gebracht haben.

„Die Müdigkeit und Erschöpfung baut sich bei solchen Distanzen langsam auf, und die kalte Luft in den Abfahrten trieb uns Tränen in die Augen", erinnert sich Jana. "Gegen Mittag entdeckten wir dann einen kleinen Dorfladen, in dem es scheinbar alles gab, was man unterwegs brauchen könnte, und belohnten uns mit dem größten Eis, das es gab.“

Die letzten Kilometer der Reise zeigten perfekt, warum schnelle Bäckerei-Stopps auf der Langstrecke fast eine eigene Disziplin sind. "Wenn man nur kurz an einem Laden oder einer Bäckerei anhält, braucht man eine griffbereite Lösung für die Verpflegung auf langen Distanzen… Das macht einen enormen Unterschied", erklärt Victor und beschreibt damit, wie ihm die Brevet Air Pockets halfen, seinen Rhythmus beizubehalten und ohne großen Zeitverlust weiterzufahren.

Die Strategie ging auf: Trotz der langen Tage im Sattel hatten sowohl Jana als auch Victor noch genug Reserven, um am Anstieg oberhalb des Zielorts jeweils einen KOM und QOM einzufahren. Für Victor geht diese Fähigkeit, in den letzten Stunden einer Fahrt noch einmal alles abzurufen, auf einen "Antrieb" zurück, der aus echter Leidenschaft entsteht: für den Sport, die Begegnungen unterwegs und die Familie, die aus der Ferne mitfiebert.

Die wohlverdiente Radwäsche bot einen Moment, um alles Revue passieren zu lassen. "Dann kam der schwierige Teil: die Räder zu reinigen und alles wieder einzupacken. Nicht wegen des Aufwands – das ist alles längst Routine –, sondern weil der Abschied schwerfällt. „Es ist nie leicht zu gehen, wenn noch so viel zu entdecken bleibt“, resümiert Victor. Für ihn liegt genau darin die Besonderheit solcher Reisen: Diese Art des Fahrens verlangt Kontrolle, Improvisation und Offenheit zugleich und fühlt sich dadurch abenteuerlicher an als jedes Straßenrennen seiner Jugend. „So ein Moment, der einfach dazugehört, oder?“ Mit diesem Satz bringt es Jana perfekt auf den Punkt.

Es war der letzte Abschnitt einer Odyssee, die zeigte: Wer sich ins Unbekannte wagt, erlebt manchmal Erfolg und mitunter auch Rückschläge, doch es bleibt immer ein mutiger Akt der Freiheit.

Rapha Brevet. Für die Mutigen.

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